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Starke Zunahme von Cyber-Angriffen gegen deutsche Wirtschaft

Nach einer gestern veröffentlichten repräsentativen Studie des Digitalverbands Bitkom entsteht der deutschen Wirtschaft durch Cyber-Angriffe jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro. Nach der Studie, für die mehr als 1.000 Unternehmen unterschiedlicher Branchen befragt wurden, hat sich die Schadenssumme gegenüber den Jahren 2018/2019 (103 Milliarden Euro p.a.) damit mehr als verdoppelt. Fast neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) waren 2020/2021 von Angriffen betroffen, im Vorjahreszeitraum hatten noch drei Viertel (75 Prozent) der Unternehmen angegeben Opfer geworden zu sein. Fast jedes zehnte Unternehmen (9 Prozent) sieht nach der Studie seine geschäftliche Existenz durch Cyberattacken bedroht.
Am häufigsten wurden die Unternehmen durch die Infizierung mit Schadsoftware (31 Prozent) und DDOS-Attacken (27 Prozent) attackiert. Besonders große Bedeutung haben Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Sie sind meist unmittelbare Folge von Ransomware-Angriffen, durch die Computer und andere Systeme blockiert werden, um im Anschluss hohe Lösegelder zu erpressen. Die dabei verursachten Schäden haben sich im Vergleich zu den Vorjahren 2018/2019 mehr als vervierfacht (+358 Prozent).
Ein Großteil der Angriffe beginnt laut der Studie mit Social Engineering, also der Manipulation von Beschäftigten. Danach nutzen Kriminelle den „Faktor Mensch“, um per Telefon, E-Mail oder auf anderem Weg an sensible Daten wie Passwörter zu gelangen. Die veränderten Arbeitsbedingungen im Zuge der Corona-Pandemie mit plötzlichem Wechsel ins Home Office haben an den gestiegenen Zahlen offenbar einen höheren Anteil.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Bitkom mit umfangreichem Grafik-Material


Verlag C.F. Müller vom 6.8.2021

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