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Hohe Bußgelder für Hersteller und Händler von Musikinstrumenten

Das Bundeskartellamt hat Geldbußen gegen drei Hersteller (Yamaha Music Europe, Roland Germany und Fender Musical Instruments) zwei Händler (Thomann und Music Store professional) von Musikinstrumenten sowie gegen verantwortlich handelnde Mitarbeiter in Höhe von insgesamt rund 21 Millionen Euro verhängt. Herstellern und Händlern wirft die Behörde vertikale Preisbindung vor, den Händlern zudem horizontale Preisabsprachen untereinander in 13 Fällen. Eingeleitet wurde das Verfahren nach Hinweisen aus dem Markt mit einer Durchsuchung im April 2018.
Laut Pressemitteilung des Bundeskartellamts bestand zwischen Herstellern und Händlern das Einvernehmen, die Mindestpreis-Vorgaben der Hersteller umzusetzen. Bei Unterschreiten der Mindestverkaufspreise kontaktierten die verantwortlich handelnden Mitarbeiter der Hersteller mehrfach die Händler und forderten sie auf, ihre Verkaufspreise anzupassen, was in vielen Fällen auch geschah.
Bei der Bußgeldfestsetzung wurde berücksichtigt, dass die Unternehmen bei der Aufklärung der Absprachen mit dem Bundeskartellamt umfassend kooperiert haben und das Verfahren im Wege der einvernehmlichen Verfahrensbeendigung abgeschlossen werden konnte. Die Bußgeldbescheide sind rechtskräftig.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Bundeskartellamts

Zum Fallbericht (PDF-Download von der Website des Bundeskartellamts)
 

 


Verlag C.F. Müller vom 5.8.2021

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