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Millionen-Bußgelder gegen Großhändler von Pflanzenschutzmitteln

Das Bundeskartellamt hat gegen sieben Großhändler von Pflanzenschutzmitteln und deren Verantwortliche Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 154,6 Millionen Euro verhängt. Laut Pressemitteilung hatten Ermittlungen der Behörde ergeben, dass die Unternehmen seit dem Jahr 1998 bis März 2015 im Frühjahr und Herbst ihre Preislisten für Pflanzenschutzmittel miteinander abgestimmt hatten. Grundlage hierfür sei eine gemeinsame Kalkulation der Großhändler gewesen, die weitgehend einheitliche Preislisten für Einzelhändler und Endkunden zur Folge gehabt habe. Vor allem in den ersten Jahren hätten einige Unternehmen die abgestimmte Preisliste für die eigene Preissetzung übernommen, indem sie faktisch nur noch ihr Firmenlogo über die fertige Liste gesetzt hätten. In der Anfangszeit des Kartells hätten sich die Unternehmen mehrmals im Jahr getroffen, um sich auf Listenpreise zu verständigen, in den späteren Jahren hätten sie sich überwiegend schriftlich und telefonisch abgestimmt.

 

Vollständige Pressemitteilung auf der Website des Bundeskartellamtes


Verlag C.F. Müller

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