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Millionen-Geldbuße gegen Hotelgruppe Meliá verhängt

Die Europäische Kommission hat eine Geldbuße in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro gegen die Hotelgruppe Meliá verhängt. Das spanische Unternehmen hatte nach Erkenntnissen der Kommission in Vereinbarungen mit Reiseveranstaltern wettbewerbsbeschränkende Klauseln aufgenommen. Meliá habe die Veranstalter daran gehindert, Hotelunterkünfte überall in Europa frei anzubieten. In der Folge hätten die Verbraucher je nach Staatsangehörigkeit Zugang zu unterschiedlichen Angeboten und Preisen gehabt. Durch die Klauseln wurden Verbraucher innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) nach Ansicht der Kommission je nach Wohnsitz unterschiedlich behandelt. Dies sei nicht mit dem EU-Kartellrecht vereinbar sei.
Meliá hat laut Pressemitteilung der EU-Kommission über die rechtliche Verpflichtung hinaus mit der Kommission zusammengearbeitet. Die Hotelgruppe habe den Sachverhalt und die Zuwiderhandlung gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften ausdrücklich eingeräumt und beim Zusammentragen von Beweisen mitgearbeitet. Als Gegenleistung wurde die Geldbuße um 30 Prozent ermäßigt. Die ebenfalls im Jahr 2017 eingeleiteten Verfahren gegen die vier Reiseveranstalter Kuoni, REWE, Thomas Cook und TUI hat die Kommission eingestellt.

 

Link zur ausführlichen Pressemitteilung der EU-Kommission


Verlag C.F. Müller

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