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Verdacht auf Schwarzarbeit im Wach- und Sicherheitsgewerbe

 

Mehr als 450 Beamte des Zolls und der Steuerfahndung haben gestern im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Dresden 48 Wohnungen und Geschäftsräume in sieben Bundesländern durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich laut Pressemitteilung des Zolls gegen 20 Beschuldigte, die in organisierter Form Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung im Wach- und Sicherheitsgewerbe betrieben haben sollen. Gegen zwei Männer wurden Haftbefehle vollzogen, sie wurden im Lauf des Tages dem Haftrichter des Amtsgerichts Zwickau vorgeführt.
Den Tatverdächtigen wird unter anderem Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sie sollen mit Schwarzarbeitern, für die keine Lohnsteuer bezahlt wurde und die nicht zur Sozialversicherung angemeldet waren, Dienstleistungen in Asylbewerberunterkünften ausgeführt haben. Zur Verschleierung der Schwarzarbeit hätten sich die beteiligten Firmen nach bisherigen Ermittlungen Scheinrechnungen gestellt und damit im Rahmen von unberechtigten Umsatzsteuervoranmeldungen hohe Geldbeträge vom Fiskus erschwindelt. Sozialkassen und dem Fiskus sei dadurch nach aktuellen Schätzungen in den Jahren 2015 bis 2017 ein Schaden in Höhe von rund zwei Millionen Euro entstanden.


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