Lehman Brothers arbeitete mit Bilanztricks
Ein 2200 Seiten starker Untersuchungsbericht des Insolvenzrichters fördert nach einem Bericht von FTD.de zutage, dass der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers bereits Monate vor der Insolvenz im September 2008 absehbar war. Mit Bilanztricks habe das Kreditinstitut Anleger, Geschäftspartner und Aufsichtsbehörden über seine Probleme getäuscht. Der Ermittler komme zu dem Schluss, dass durch geschickte Buchungen Risiken aus den Büchern verschwunden seien. Nicht nur die ehemalige Führungsriege der Bank, sondern auch die Buchprüfer von Ernst & Young würden in dem Bericht kritisiert. Ein umfassendes Fehlverhalten sei dem Management der Bank allerdings nicht vorzuwerfen, haftbar für den Zusammenbruch seien die Verantwortlichen trotz ihrer umstrittenen Entscheidungen nicht.
Der Untersuchungsbericht ist in einem Blog des Wall Street Journals einsehbar.

