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06.11.2008

Ermittlungen eingestellt

Die Staatsanwaltschaft München hat Ihre Ermittlungen gegen den EADS-Manager Dr. Stefan Zoller, Mitglied des EADS Executive Committee und Leiter der Division Verteidigung und Sicherheit, wegen des Verdachts auf Insiderhandel eingestellt. „Das Verfahren wurde im Oktober eingestellt, da kein Tatnachweis gegeben sei,“ sagte Oberstaatsanwalt Anton Winkler gegenüber sueddeutsche.de. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen auf Bitte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgenommen.

Vorgeworfen wurde Zoller, bei EADS-Aktienverkäufen zwischen November 2005 und März 2006 einen Informationsvorsprung im Zusammenhang mit den Pannen beim Airbus A380 genutzt zu haben. Trotz Einstellung der Ermittlungen bei der Staatsanwaltschaft München ermitteln die Behörden in Frankreich laut einem Bericht des Handelsblattes weiter. Die französische Börsenaufsicht AMF kommt zu dem Schluss, dass insgesamt 17 Manager des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS sowie die Großaktionäre Daimler und Lagardere bei Ihren Aktienverkäufen zwischen November 2005 und März 2006 einen Informationsvorsprung genutzt haben. AMF wirft EADS außerdem vor, die Öffentlichkeit zu spät über die Probleme beim Airbus A380 informiert zu haben. Gestützt auf die Ergebnisse der Börsenaufsicht ermittelt auch die französische Justiz, nachdem mehrere Kleinaktionäre Strafanzeige erstattet hatten.

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